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Im ersten Teil dieser aus 10 Bänden bestehenden Garnisongeschichte Halberstadts wird die Zeit von 1623 bis zur Zerschlagung der preußischen Armee in der Schlacht bei Jena und Auerstedt 1806 behandelt. In dieser Epoche war das Verhältnis der Bevölkerung zu den zeitweise hier stationierten Soldaten der verschiedensten Armeen mehr als gespannt, weil das Militär als Machtfaktor ganz wesentlich in die Privatsphäre der Bürger eingriff, indem sie für Verpflegung, Unterkunft und Dienstleistungen aller Art für die Soldaten zu sorgen hatten. Ganz besonders schlimm war das zu Kriegszeiten; im Dreißigjährigen und im Siebenjährigen Krieg, als auch im napoleonischen Eroberungskrieg 1806. Immer war der „kleine Mann” derjenige, der am meisten unter den Verhältnissen zu leiden hatte - wie das auch heute noch und sicher auch in Zukunft der Fall ist. In dem ersten Bändchen ist die Rede von Soldaten aus Schweden, Kroatien, Österreich, Frank-reich, Großbritannien und natürlich aus deutschen Ländern; es ist die Rede von Soldatenwerbungen, von Kidnapping, von Spießrutenlaufen und der kargen Löhnung der Soldaten - und auch von kauzigen und interessanten Zeitgenossen.
Im vorliegenden zweiten Band wird die Zeit von 1806 an bis zum Ende des Deutsch-Französischen Krieges 1871 behandelt, wobei man die zeitliche Abgrenzung bitte nicht wörtlich zu nehmen hat; denn man kann die Geschichte der Halberstädter Kürassiere, denen unsere alte Stadt 101 Jahre lang zeitweilige Heimat war, nicht zerstückeln. Diese Reitersoldaten waren bis 1919 in Halberstadt in Garnison.
Für den interessierten Leser habe ich wie immer am Schluß des Büchleins ein Quellenverzeichnis angefügt, das dem Militärhistoriker zu weiteren Erkenntnissen verhelfen soll.
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