Zur Geschichte der Garnison Halberstadt
Band 1

1623 bis zur Zerschlagung der preußischen Armee 1806 durch Napoleon

A5-Broschüre, 76 Seiten, Auflage: 600

Inhalt und Leseproben

Bestellung

“Wenn die Soldaten durch die Stadt marschieren, öffnen die Mädchen die Fenster und die Türen..." so lautet es in einem alten deutschen Soldaten- und Volkslied. Doch war es immer schon so, daß die Mädchen nach den Soldaten schauten und sie als gern gesehene Gäste in ihr Zimmer einließen? In der langen Tradition der Garnison Halberstadt war es zumindest in den ersten zweieinhalb Jahrhunderten so - und nicht nur in Halberstadt - daß die Bürger mit Zwangs-einquartierungen belegt wurden und keinesfalls nur positive Erfahrungen mit den in Quartier liegenden Soldaten erlebt haben dürften. Erst als zu Ende des vorigen Jahrhunderts große Kasernen gebaut wurden, wurde das anders und viele Bürger waren froh, endlich die "Soldatenplage" loszuwerden, obwohl sich natürlich auch enge familiäre Beziehungen ergaben, wenn ein Soldat eine Quartierstochter heiratete. Dann hatten die Mädchen nicht nur die Fenster, sondern auch die Türen weit geöffnet ... .

Was Halberstadt betrifft, bestand sogar in dem vergangenen 100 Jahren ein sehr gutes und kameradschaftliches Verhältnis zwischen den Einwohnern und den in Garnison liegenden Soldaten der verschiedensten Waffengattungen.

Mit der vorliegenden Arbeit soll der erstmalige Versuch unternommen werden, die sehr lange und wechselvolle Geschichte der Garnison Halberstadt und der in ihr zeitweise untergebrachten Truppenteile darzustellen und gleichzeitig auch das Zusammenleben der Zivilbevölkerung mit den Soldaten zu beleuchten. Für dieses  Vorhabon stand nur lückenhaftes und sporadisches Quellenmaterial zur Verfügung, ausgenommen die Arbeiten von Dr. O. Berger "Halberstadt als Truppenstandort 1650 - 1713" und "Soldatenwerbungen unter Fr. W. l." abgedruckt in der "Halberstädter Zeitung und lnt.-Blatt" 1933/34. Deshalb mußten - besonders für die jüngere und jüngste Vergangenheit -persönliche Erinnerungen von Zeitzeugen mit herangezogen worden. Deshalb ist der Verfasser sehr vielen Informanten dankbar, von denen hier nur einige genannt werden sollen, alle anderen sind in den entsprechenden Quellenangaben genannt.

Besonders dankbar bin ich

  • den Mitarbeiterinnen des Stadtarchivs Halberstadt,
  • Frau Güssow im Städtischen Museum (Bibliothek),
  • Frau Eveline Gauber, geb. Gäbler (Marburg),
  • dem Bundesarchiv (Koblenz),
  • dem Bund deutscher Fallschirmjäger (Schongau),
  • und dem 12er Bund (Halberstadt).

Halberstadt, im Dezember 1998

© by Werner Hartmann und Karola Süßenguth